Ziele und Formen der Entwicklungspädagogik

 

Die Grobmotorik- Wir kommen in Bewegung

Um die Grobmotorik der Kleinen zu fördern, gibt es viele Möglichkeiten. Die Kinder können bei mir mit Rutschtieren fahren, auf einer kleinen Rutsche hinunter rutschen, klettern und natürlich laufen, rennen, krabbeln, hüpfen, kriechen und tanzen. Draußen haben sie natürlich noch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Schaukeln, im Sand spielen oder Ballspiele.

 

Kreativität und die Feinmotorik

Zwei farbige Tische und Stühle stehen für die Kleinen bereit um ihre ersten Malversuche zu starten, etwas auszuschneiden, zu kleben, zu kneten. Sie lernen dabei feinmotorische Bewegungsabläufe, welche auch später für das Schreiben und Zeichnen sehr wichtig sind. Zudem lernen sie Farben zu erkennen und diese zu benennen. Auf einem Spielteppich können die Kinder Puzzeln oder mit Lego und Bauklötzen ihre ersten Häuser und Türme bauen.

 

Quatschen was das Zeug hält - wir lernen Sprechen!

Erstmal hat man das Gefühl, es dauert eine Ewigkeit, bis das Kind endlich anfängt zu sprechen, aber plötzlich ist man auch mal froh, wenn sie zwei Minuten still sind. :-)

Es fängt mit ersten Lauten an, geht mit Gebrabbel und ersten kurzen Wörtern, die sie aussprechen, weiter: DA! WAU-WAU! MAMA! PAPA!Allmählich kommen immer mehr Wörter hinzu und aus Einwortsätzen werden Zweiwortsätze und ehe man sich versieht ganze Sätze!

Um Kinder in ihrer Sprache zu fördern, ist es das Beste, viel mit ihnen zu sprechen, ihnen soviel es geht, zu erklären. Zum Beispiel ihnen zu sagen, was man gerade macht, um die Wörter mit einer Handlung zu verbinden. Außerdem sind Bücher auch hervorragend geeignet, um ihnen die Sprache näher zu bringen. In unserem Musikkreis wird auch gesungen, was die sprachliche Entwicklung nochmal fördern soll.

In unserer Kuschelecke lese ich den Kleinen Bücher vor, die sie gerne hören möchten und sie haben auch die Möglichkeit sich Bücher alleine anzuschauen. Bücher sind bitte nicht zu verwechseln mit Geschichten aus einem Tablet oder E-Book! Zu diesen können Kinder keine Beziehung aufbauen, da sie es nicht „anfassen“ können. Ohne eine Beziehung zu etwas zu haben, ist es für Kinder nur sehr schwierig davon etwas zu lernen. Daher verzichte ich generell auf digitale Medien und fördere die Kinder allein durch richtiges Spielen und Vorlesen.

 

Empathie- Trösten statt Beruhigen

Ein Kind vermisst seine Mama oder Papa, hat sich gestritten oder fühlt sich einfach nicht wohl? Ich versuche es zu trösten, ich nehme es in den Arm und gebe dem Kind die Möglichkeit sich „fallen“ zu lassen und nehme die Tränen des Kindes ernst und versuche nicht ihm diese auszureden.  Wenn das Kind weinen muss, dann sollte es auch weinen dürfen! In dem Wort „Beruhigen“ steckt das Wort „Ruhe“ und dieses ist in solchen Fällen fehl am Platz. Das Kind fühlt sich dann nicht ernst genommen und versteht nicht, warum seine Gefühle falsch sein sollen. Ein Kind, das seine Gefühle ausdrücken kann und darf, wird zu einem selbstbewussten Menschen heranwachsen.

 

Der Musikkreis

Wir singen ein Lied, tanzen oder machen Musik mit kleinen Instrumenten. Die Musik spielt bei der motorischen und sprachlichen Förderung eine besondere Rolle. Sie verknüpft auf besonders wirkungsvolle Weise die rechte und linke Gehirnhälfte. Melodien werden eher von der linken Gehirnhälfte verarbeitet und der Rhythmus von der rechten. Musik hören bzw. machen, aktiviert die Nervenzellen des Frontalhirns und fördert die Gedächtnisleistung. Musik hat Einfluss auf körperliche und emotionale Prozesse. Das Gefühl von Angst oder Abwehr können mit Musik abgebaut werden. Singen fördert die Aussprache und das Sprachverständnis und trainiert das Sprachgedächtnis. Außerdem fördert es das Gruppengefühl.

Ich suche ein Lied aus, welches wir längere Zeit singen, damit die Kinder das Lied auch richtig kennenlernen können. Bei der Auswahl spielt auch die Jahreszeit und Feste wie Weihnachten, Karneval, Ostern eine Rolle.

Im Anschluss an das Singen werden wir entweder zusammen tanzen oder die Kinder können mit kleinen Instrumenten erste Klangversuche machen. Dabei schaue ich, dass jedes Kind abwechselnd ein anderes Instrument bekommt.